Architektur: TRU Architekten

Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin
Ideen- und Realisierungswettbewerb
Philipp Rösner | Dominikus Littel

Der durch den Abriss einiger Bestandsgebäude neu freigewordene Stadtraum erstreckt sich von der Brückenstrasse bis zum Bestandsgebäude des Friedrich-Anton von Heinitz Gymnasiums. Dieser nord-süd exponierte, längliche Raum wird als eine Schneise innerhalb der bestehenden Stadtstruktur gelesen und als Raum mit enormem potential verstanden. Ausgehend von dieser Lesart als „Grüne Mitte“ innerhalb des Quartiers wird der Stadtraum konsequent vom Freiraum aus entwickelt.

Ein grünes Band mit inliegender Promenade führt von der Brückenstrasse bis zum bestehenden Gymnasium und wird das neue Zentrum des Quartiers. Unterschiedliche Nutzungen werden in Sequenzen in das Band eingeschrieben, sodass differenzierte Frei- und Stadträume entstehen. Innerhalb der monotonen städtebaulichen Struktur wird ein starkes, identitätstiftendes Element impliziert, welches dem Quartier ein neues Gesicht verleiht und ein klares Zentrum mit hoher Qualität definiert.

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Wissenschaftsstadt Darmstadt
Offener einphasiger landschaftsarchitektonischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
Philipp Rösner | Marie Henze | Dominikus Littel

Der Dreiklang aus den beiden Parks Rosenhöhe, Großer Woog und der Mathildenhöhe befindet sich im Spannungsfeld zwischen Stadt und Natur. Die Mathildenhöhe als zukünftiges Weltkulturerbe ist die östlichste Spitze der Innerstädtischen Stadtstruktur Darmstadts. Südlich wird sie gefasst vom Großen Woog und westlich von der Rosenhöhe. Das Zentrum dieses Dreiklangs bildet der Ostbahnhof, als Verkehrsknotenpunkt und Eingang zur Stadt. 

In diesem Konzept soll die räumliche Nähe der drei Gebiete über neue Verbindungen und besonders über den Ostbahnhof neu gestärkt werden und das größte Innerstädtische Naherholungsangebot der Stadt geschaffen werden. Besonders der Woog, aber auch die Rosenhöhe bilden die Spitze eines großen Grünzuges, der sich über diese beiden Parks bis in das Zentrum der Stadt fortsetzt, welches eine einzigartige Qualität und ein enormes Potential darstellt.

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Stadt Halle an der Saale
Realisierungwettbewerb mit Ideenteil I Fläche gesamt 1,5 ha
Philipp Rösner I Dominikus Littel

Die einmalige städtische und landschaftliche Situation wird in beiden Flussräumen bestmöglich inszeniert und akzentuiert. Durch das Aufbrechen der Stadtkanten entstehen jeweils Bastionen auf dem Niveau der Stadt, die als Aufenthalts- und Aussichtsplattformen die Baudenkmäler und den Flussraum visuell erlebbar machen. 

Im Nördlichen Teil wird der Besucher auf vorgegebenen Wegen seicht an den Mühlgraben heran geführt und eine Vielzahl unterschiedlicher Aufenthaltsmöglichkeiten steht den individuellen Wünschen zur Verfügung. Im Südlichen Flussraum hat der schlauchartige Raum mit direktem Wasserkontakt bereits ein so großes Aufenthaltspotential, dass der Besucher nur noch in den Raum geführt wird und über kleine Trittsteine ermutig wird den Raum zu erleben und sich anzueignen. 

Die beiden stadträumlich ähnlichen Grünen Aufweitungen an der Nord-West Seite der Altstadt Halle bieten ein einzigartiges Potential im Verlauf des Grünen Altstadtringes. An dieser Stelle treffen einmalig die Altstadt mit den beiden bedeutenden Baudenkmälern Moritzburg und Neue Residenz auf den Mühlgraben, welches die einzige Synergie aus Wasser und Grünring darstellt.

 

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Stadt Lindau am Bodensee
Fläche 7 ha I Kosten KG 500 3,2 Mio EUR
Philipp Rösner I Dominikus Littel I Jihye Joo

Dort wo sich Promenade und Kontaktlinie begegnen weiten sich die Flächen für neue Nutzungen auf. Neben dem Angebot für Senioren und Kleinkinder tragen diese Bereiche besonders dem Raumbedarf für Bewegungsspiele größerer Kinder und junger Erwachsenen Rechnung. So gibt es Spielbereiche, eine Sandfläche mit einer Beachbar und Beachvolleyballfeldern und einen neuen Skatepark im Norden. Der neue Park am nördlichen Rand des Westufers besteht aus drei großzügigen Wiesenflächen, die weitestgehend frei gehalten werden. Nur die erhaltenswerten Bestandsbäume verbleiben auf den Wiesen. Alle Funktionen werden an den Rändern des Parks angeordnet und haben direkten Wasserkontakt.

Durchschnitten werden die Wiesenflächen von den Wegen der Kontaktlinie. Durch die städtebaulichen Arrondierungen am südlichen Westteil der Insel und dem neuen Wohnquartier im Norden wird der städtische Kern komplettiert und eine klare städtische Intarsie innerhalb der Insel geschaffen. Mit der Neuschaffung eines multifunktionalen Bürgerparks wird auch der Ring aus Inselgärten geschlossen und damit der Leitgedanke für Lindau baulich manifestiert.

Die Interaktion zwischen Wasser, Inselgärten, Parks und der Stadt funktioniert über die sogenannte „Kontaktlinie“. Diese ist im östlichen Teil der Insel schon vorhanden und wird vom Verfasser hier als städtebauliche Entwicklungslinie gesehen. Diese Kontaktlinie schafft die Verknüpfung von Wasser, Park und Stadt und bindet die Anwohner und Besucher an den See und das Quartier an. Verbindendes Element für die gesamte Insel ist die Uferpromenade, die als Ring einmal um die gesamte Insel führt und einen zweiten Layer zur Kontaktlinie darstellt. Mit ihrer einheitlichen und hochwertigen Gestaltung wird die Uferpromenade auf der Westseite der Insel zum prägenden Element entlang des Seeufers.

 

 

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nicht-offener Realisierungswettbewerb

Architektur: Rüdenauer Architektur

Große Kreisstadt Radebeul
4095 qm I KG 300-500 | 2,4 Mio EUR
Philipp Rösner I Dominikus Littel

Der Außenraum des Schillerhortes wird zu einer topographisch modellierten Erlebnislandschaft. Sitzstufen und kleine Mauern schaffen Plateaus für unterschiedliche Nutzungen, wie Sandspiel, unterschiedliche Geräte oder den Bolzplatz. Die verbindende Außenbrücke wird zum Alleinstellungsmerkmal im Freiraum. Eine Rutsche verbindet die Ebene der Brücke mit dem Sandkasten und Sonnensegel können unkompliziert von hier abgespannt werden. Nördlich der Brücke werden die Plateaus über Stufen miteinander verbunden, an der südlichen Grundstücksgrenze verläuft ein barrierefreier Weg auf das oberste Plateau.

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Nicht offener Realisierungswettbewerb

Mit TRU Architekten und yellow z urbanism and architecture

Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg e.G.
2,6 ha
Philipp Rösner I Dominikus Littel

Südlich der Randbebauung zur Bugenhagenstraße verläuft die Haupterschliessung der neuen Wohnbebauung, welche sich dann in Stichstraßen mit Wendemöglichkeit zwischen die Zeilen und Villen verzweigt. Entlang dieser Straßen wird das wohnungsnahe Parken straßenbegleitend organisiert. Die neu entstandenen Eingänge ins Quartier werden durch kleine Plätze mit Blühgehölzen akzentuiert. Hier befinden sich wohnungsnahe Fahrradabstellplätze und vereinzelte Sitzgelegenheiten.

Die städtebauliche Anordnung der Gebäudekörper produziert einen gleichmäßigen Rhythmus von Freiraumtypologien, die als Wohnstraße und Gemeinschaftshof entwickelt werden. Die Wohnstraßen sind als Spielstraßen ausgebildet.Die den Wohnungen zugeordneten Parkplätze mit Rasengittersteinen vermitteln einen grünen Charakter, die gepflasterte Straße zeigt deutlich das Radfahrern und Fußgängern hier der Vorrang gewährt ist. Einzelne Bänke an den Zugängen der Häuser und eingestreute Baumpflanzungen unterstreichen den Charakter einer nutzerfreundlichen Spielstrasse mit Aufenthaltsqualität.

Die „Grünhöfe“ sind bis auf einen kleinen, durch eine Hainbuchenhecke abgetrennten privaten Außenraum, dem gemeinschaftlichen Aufenthalt gewidmet. Holzdecks mit flankierenden Bankelementen laden zum Verweilen mit Nachbarn und Freunden ein. Von den Anwohnern nutzbare Pflanzstreifen fördern den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl im Quartier.

Entlang des südlich verlaufenden Fußweges wird eine Wildstrauchhecke vorgesehen, die sowohl eine optische als auch akustische Abgrenzung darstellt und gleichzeitig ganzjährig durch unterschiedliche Blüh-und Farbaspekte einen besonderen Reiz darstellt. In den „Grünhöfen“ finden sich vereinzelt Spielelemente für ruhiges, wohnungsnahes Kinderspiel, ein Waldspielplatz zwischen dem Stiftungsgelände und der Wohnbebauung bietet darüber hinaus ein breiteres Angebot an Spielmöglichkeiten.

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Nichtoffener Realisierungswettbewerb

Architektur Diercks Sachs Architekten

Land Berlin I vertreten durch den Bezirk Lichtenberg von Berlin
1,8 ha I 0,8 Mio EUR
Philipp Rösner I Dominikus Littel

Die Außenanlagen der Lew-Tolstoi-Schule spannen sich zwischen dem Römerweg, im Westen, und der Zwieseler Straße, im Osten, auf. Nach beiden Seiten unterstreichen Vorplätze die Adressbildung der Grundschule, sowie des Sporthallenneubaus. Die Außenanlagen gliedern sich in zwei Bereiche: Schulhof und Sporthof. Der Schulhof wird durch das bestehende Schulgebäude, dem neuen Anbau und der Bestandssporthalle gerahmt. Plattenbänder stärken den Innen-/Außenraumbezug zwischen dem Schulhof und dem neuen Schulanbau. Die große Eiche inmitten des Schulhofs erfährt eine Inszenierung durch eine Rundbank und einer Intarsie aus wassergebundener Wegedecke.

Im Osten, dem Sporthallenneubau zugeordnet, schließt sich der Sporthof an. Hier befinden sich die Weitsprunganlage, die 75m-Laufstrecke, ein Spielfeld und die Gymnastikwiese. Durch die Vervollständigung der Baumreihe im Norden wird ein Abgrenzung zur umliegenden Wohnbebauung geschaffen.

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Nicht offener Realisierungswettbewerb für Achitekten als Generalplaner

Mit blauraum Architekten, Hamburg

WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte GmbH | Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
ges. 0,9 ha
Gerd Holzwarth

Die differenzierte Ausbildung der Freiräume reflektiert die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen, die durch die KITA, das Wohnen und das Gewerbe in den Erdgeschosszonen definiert werden. 

Der linearen Reihung der Gebäude entspricht die Rhythmisierung mit den zwischen den Gebäuden liegenden Intarsien. Nach Norden werden diese Intarsien in Fortsetzung der Gebäudekanten begrenzt. Durch den teilweisen Erhalt der Bäume an der Köpenicker Straße und durch den durchgehenden Pflasterrahmen wird der Blockrand auch an den Freiräumen entlang der Straße gefasst.

Die Pflasterflächen ziehen sich von Norden nach Süden über die Erschließung hinweg bis zur Zeilenbebauung. Dadurch gelingt es nicht nur eine von der stark befahrenen Straße geschiedene, eigene Atmosphäre zu entwickeln, welche einen qualitativ hochwertigen Wohn- und Aufenthaltsraum zwischen dem südlichen Gebäudebestand und den Neubauten definiert. Sondern die Pflasterbänder unterbrechen ebenso als angehobene Bereiche die Asphaltfahrbahn und schaffen so eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße, die in der geringen Tiefe des Freiraums zwischen den Gebäuden selbst zur Aufenthalts- und Freiraumqualität beiträgt.

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Offener Realisierungswettbewerb

Freie und Hansestadt Hamburg
ges. 4,26 ha
Philipp Rösner I Maike Nolte I Katharina Wittchen

Der Charakter des Stadtparks Planten un Blomen ist geprägt durch eine lange Geschichte der Gartenkunst und Architektur. Sehr heterogene Strukturen, sowohl was die Formensprache, die Pflanzenauswahl als auch die Entstehungszeit der einzelnen Parkteile angeht, machen den unverwechselbaren Charakter dieses Stadtparks heute aus - Kontinuität durch Wandel. 

Das Konzept sieht daher vor diese Tradition fortzuführen und Planten un Blomen um weitere Puzzleteile zu ergänzen, die sowohl ihren eigenen Charakter und ihre eigene formale Sprache haben, sich aber gerade deshalb perfekt in die bestehenden Parkstrukturen einfügen. Das Konzept sieht vor den Teilraum der Marseiller Straße zu einem weiteren Parkbaustein von Planten und Blomen zu integrieren. Ein  besonderes Potential wird hierbei in der Tieflage der Straße gesehen, deren besonderen Qualitäten einem unverwechselbaren Charakter für diesen Parkteil schaffen. Dafür wird am tiefsten Punkt der Tiefgarageneinfahrt ein Senkgarten implementiert. Wie der Park Planten un Blomen verbleiben auch hier die Spundwände als Spuren der Geschichte und bilden den Rahmen eines Senkgartens. 

Als Pendant zur Tieflage wird im süd-westlichen Teil der ehemaligen Marseiller Straße eine künstliche Topographie geschaffen, die durch eine Betonwand nach Süden hin begrenzt wird. Diese Betonwand bildet den räumlichen Rücken für den Eingangsplatz an der Straßenkreuzung St. Petersburger Straße / Bei den Kirchhöfen.

Der Dag-Hammarskjöld-Platz wird in Verbindung mit dem Theodor-Heuss Platz als urbane Zäsur zwischen dem Botanischen Garten und der angrenzenden Moorweide interpretiert. Der Bahnhof Dammtor, der inmitten beider Plätze liegt wird durch die Neugestaltung des Dag-Hammarskjöld-Platz neu inszeniert und ins Stadtgefüge eingebunden. Der Platz bildet nun zum einen eine großzügige Eingangssituation für den Bahnhof und zum anderen einen urbanen Auftakt zum Botanischen Garten aus. Dabei Der neu gesetzte Einschnitt in der Mauer des Botanischen Gartens stellt dabei eine Zäsur dar, die als konzeptionelle Basis für die Gestaltung des Platzes dient.

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Nicht offener architektonischer Realisierungswettbewerb

Mit TRU Architekten

Landkreis Märkisch-Oderland
ges. 880 qm | KG 500 3,5 Mio EUR
Olga Medvedeva

Durch die Setzung des Neubaus als Verbindungsbereich zwischen den beiden älteren Gebäudeteilen kann der Schulhof als großzügige Fläche erhalten werden und fließt durch das Foyer des Gebäudes in Nord-Süd-Richtung. Im nördlichen Hof integrieren wechselnde Streifen aus wassergebundener Wegedecke und Plattenbelägen den alten Baumbestand. Zugleich nehmen die Streifen Sitzelemente aus gefärbtem Stampfbeton auf, die mit Holzsitzauflagen versehen sind.

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Zweistufiger Ideenwettbewerb

Mit Monoarchitekten

ADIDAS AG
ges. 54 ha
Maike Nolte | Olga Medvedeva

In dem Konzept symbolisieren drei Wegebänder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Streifen des Firmensignets. Zusammen mit dazwischen liegenden Freiräumen übertragen sie die fünf Säulen des Unternehmens auf fünf unterschiedliche Freiraumtypologien.

HIT and RUN, die schnelle Wegeverbindung zwischen Office West, Spikes, Laces und Office Southeast nimmt die Fortbewegung mit Fahrrad und Segways auf, die an Knotenpunkten abgestellt werden können und allen zur Verfügung stehen. Die landschaftlich überformten Flächen der ACTIVE LANDSCAPE bieten Gelegenheit für freie Sportarten, aber auch für Rückzugsbereiche im Grünen. WALK and TALK verbindet die Freiräume zwischen Eingang West und Süd und stellt mit der Verknüpfung insbesondere von Stripes, Arena und Meet and Eat die Verbindung der Bereiche für Pause und Freizeit her. URBAN SPORTS bildet die Vielzahl der Sportarten und Freiräume ab, die bauliche Bedingungen, Beläge, oder Spielfelder benötigen.

Der SLOW BELT verknüpft Allround, Brand Center und Meet and Eat auf dem kürzesten der drei Wege. Durch einen inneren und äußeren LOOP werden alle Gebäude so angedient, dass die Campusbänder frei von Lieferverkehr bleiben und einen inneren grünen Strang bilden können.

Zentrales Element des Entwurfs ist ein großer Steg, welcher die Wege und Freiräume an einem Hochpunkt bündelt. Der so entstehende neue Platz zwischen dem Campus Süd und Nord inszeniert die Aussicht auf die Architekturen und Freiräume, und wird durch die verbreiterte Platzfläche und die angegliederte Arena selbst zu einem zentralen Attraktor. 

Dem gegenüber gestellt sind die in den Wiesen verteilten und in die Landschaft eingesenkte Nests,

welche zurückgezogene Orte für Arbeit und Kommunikation bilden.

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Offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb mit Ideenteil I 2014
mit TRU Architekten und sr • stadt- und regionalplanung
2.Phase I 2. Rundgang

Landeshauptstadt Erfurt I Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Realisierungsteil 3 ha I Ideenteil 30 ha I Bauvolumen KG 500 8,45 Mio EUR
Philipp Rösner I Maike Nolte I Angelika Strauß I Olga Medvedeva I Katharina Benthien

Das Grüne Band der Nachbarschaften

Die Geraaue, deren Höhenentwicklung durch flussbegleitende, flache Übergänge und teilweise steile Hangsituationen gekennzeichnet ist. 

Das Konzept sieht für den Auenbereich der Gera unterschiedliche Parktypologien vor, die mit Hilfe einer landschaftlichen Wegeführung das „grüne Geraband“ neu ausformulieren. 

Dabei leiten sich die „Patches“ aus ihrer Beziehung zu den anliegenden Quartieren, ihrer Dimension, ihrer Nutzungsmöglichkeiten und durch ihren kulturlandschaftlichen Charakter ab.

Das Konzept des „grünen Gerabandes“ entwickelt so eine Abfolge verschiedener Kultur- und Naturräumen, welche die städtebaulichen und historischen Entwicklungen sichtbar machen, und die unterschiedlichen Nutzungsansprüche aufnehmen.

Der ganz eigene Charakter eines jeden Kulturpatches ist dabei jeweils durch die Art der Vegetation, die Dichte der Wegenetze und die Gestaltung der Einzelflächen gekennzeichnet.

Ziel des Entwurfs ist es wieder eine für die Naherholung und den Naturschutz wirksame Geraaue als durchgehenden und attraktiv hochwertigen Naturraum mit spannungsreichen Raumfolgen den Bürgern und Besuchern der Stadt entstehen zu lassen.

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Offener landschaftsarchitektonischer und städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Mit yellow z urbanism 

Große Kreisstadt Wangen im Allgäu
ges. 57 ha I KG 500 9,8 Mio EUR Daueranlagen
Philipp Rösner | Maike Nolte

Wangen hat im Laufe seiner Geschichte von der mittelalterlichen Stadt über die Industrialisierung bis in die heutige Zeit eine ebenso interessante wie herausfordernde Entwicklung genommen. Dies führte zu einer großen Vielfalt an sehr unterschiedlich geprägten Räumen im Stadtgebiet.

Das Konzept begreift, die in der Industrialisierung entstandene starke Teilung durch den Kanal als städtebauliche Achse, an der sich nördlich urbane Stadtteile anlagern und südlich landschaftlich geprägte Stadträume aufspannen. Dieser besondere Spannungsraum wird als Potential begriffen, das ausgehend von der Altstadt über die Argeninsel, den Bürgerpark, die Auwiesensiedlung, das ERBA Gelände und schließlich im Landschaftspark einzigartige Orte formuliert. Diese sollen ihre eigene Identität entfalten, werden aber formal zu einem Stadtgefüge zusammengeführt.

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